Bilderläuterungen Daguerreotypie

Alle hier gezeigten Aufnahmen sind mit einer älteren 13x18 an Holzkamera gemacht, an die ein modernes Objektiv adaptiert wurde. ( Schneider Symmar 1:5,6 - 210 mm ). Der Besitz dieser Kamera erwies sich als überaus wertvoll, denn eine moderne Kamera hätte einen aufwendigen Umbau der Kassetten erforderlich gemacht. Die Kassetten dieser alten Kamera sind zur Aufnahme von Glasplatten konstruiert und nehmen somit die etwa gleich dicken Silberplatten ohne Schwierigkeiten auf. Die Aufnahmen, die hier nur als Reproduktion vorliegen, sind mit einem alten Voigtländerobjektiv ( "Skopar" 1: 4,5 - 135 mm ) aufgenommen, das eigentlich für das Kameraformat 9x12 cm gedacht ist. Daraus ergibt sich der deutlich sichtbare Lichtabfall zu den Rändern hin. Zur Kennzeichnung habe ich in den Bildlegenden den Zusatz "altes Objektiv" bzw. "neues Objektiv" hinzugefügt.

 

Bild 1
Objektiv: Symmar 210 mm
Belichtungszeit: 25 sek
Blende: 16
Datum: 14.5.74
Uhrzeit:. lo.3o h
Beleuchtung: direktes Sonnenlicht

Dag03.jpg (17851 Byte)

Die Aufnahme ist leicht unterentwickelt und daher nur in kräftigem Licht gut zu betrachten. Durch den geringen Belichtungsspielraum der Silberplatten ist die Tonwertumkehrung in den hellsten Bildteilen unvermeidlich.

Bild 2
Objektiv: Symmar 210 mm
Belichtungszeit: 5o sek
Blende: 16
Datum: 14.5.74
Uhrzeit: 8.3o h
Beleuchtung: direktes Sonnenlicht

Dag06.jpg (15694 Byte)

Die Aufnahme ist richtig entwickelt, jedoch leicht überbelichtet, erkennbar an der Tonwertumkehrung in den hellsten Bildteilen.

Bild 3
Objektiv: Symmar 210 mm
Belichtungszeit: 7 sek
Blende: 8
Datum: 14.5.74
Uhrzeit: 14.oo h
Beleuchtung; direktes Sonnenlicht

Dag05.jpg (18761 Byte)

Diese Aufnahme ist im Original noch vorhanden. Dokumentiert ist hier wesentlich die Kürze der Belichtungszeit, die durch richtige Jodierung und Bromierung erreicht werden kann.

Bild 4
Objektiv: Symmar 210 mm
Belichtungszeit: 7 sek
Blende: 8
Datum: 14.5.74
Uhrzeit : 14.oo h
Beleuchtung: direktes Sonnenlicht

Dag04.jpg (12972 Byte)

Diese Aufnahme ist im Original leider nicht mehr vorhanden. Sie war in technischer Hinsicht die beste, was man von dem Repro leider nicht behaupten kann.

Bild 5
Objektiv: Skopar 135 mm
Belichtungszeit: 35 sek
Blende: 8
Datum: 6.5.74
Uhrzeit: 9.3o h
Beleuchtung: diff. Tageslicht, sehr hell

Dag10.jpg (16958 Byte)

Die Aufnahme ist gut belichtet, jedoch, bedingt durch ein älteres Entwicklungsverfahren, unterentwickelt. Die kleinen, hellen Flecken rühren daher, daß beim Entwicklungsvorgang die Quecksilberplatte zu heiß war, und sich Quecksilberdampf in Form kleinster Tropfen an Verunreinigungen der Silberjodidschicht kondensiert hat.

Bild 6
Objektiv: Skopar 135 mm
Belichtungszeit: 3o sek
Blende: 8
Datum: 6.5.74
Uhrzeit: 11.oo h
Beleuchtung: diff. Tageslicht, sehr hell

Dag01.jpg (11220 Byte)

Die Belichtungszeit ist für die Sonnenpartie genau richtig. Die schlechte Schattendurchzeichnung unterstreicht nur den geringen Belichtungsspielraum der Platten. Der Kontrast ist tatsächlich nicht so stark, wie es hier den Anschein hat.

Bild 7
Reproduktion einer Daguerreotypie.

Dag08.jpg (8724 Byte)

Beleuchtung aus der falschen Richtung. Deutlich sind die Polierkratzer zu erkennen!

Bild 8
Wie Bild Nr. 7

Dag09.jpg (12104 Byte)

Jedoch diesmal mit richtiger Beleuchtung. Keine Polierkratzer sind zu erkennen. Bei dieser Aufnahme handelt es sich um einen der ersten Versuche, bei dem noch eine weniger gute Entwicklungstechnik angewandt wurde. Die Platte ist an sich richtig belichtet, jedoch unterentwickelt. Skopar 135 mm.

Bild 9
Objektiv: Skopar 135 mm
Belichtungszeit: 50 sek
Blende: 4,5
Datum; 28.4.74
Uhrzeit: 15.oo h
Beleuchtung: diff. Tageslicht, sehr hell

Dag02.jpg (15988 Byte)

Bei dieser Daguerreotypie ( Repro, 9x12 Original nicht mehr vorhanden ) ist ganz eindeutig der Solarisationseffekt und die damit verbundene allgemeine Konturenunschärfe zu beobachten. Für die Schattenpartien ist die Belichtungszeit gerade richtig, für die hellen Bildteile viel zu lang. Infolge dessen erscheint der Himmel fast schwarz.