Gummidruck

Der Gummidruck ist ohne Zweifel die Königsdisziplin der Edeldruckverfahren, und das aus unterschiedlichen Gründen.

  • Die Möglichkeiten der Farb- und Gradationssteuerung sind fast unbegrenzt.
  • Die lichtempfindliche Gummichromatschicht haftet fast auf jedem Untergrund.
  • Die Kosten halten sich in Grenzen, sofern man nicht gerade den naturfarbenen Gummidruck bevorzugt.

Beschränkt man sich auf die 'französische' Variante (Demachy) des Gummidrucks, den sogenannten Einschichtendruck, wird man ohne großen Aufwand schnell zu akzeptablen Ergebnissen kommen. Der Mehrschichtendruck nach Heinrich Kühn ist aufwendiger, bietet aber im Gegensatz zum einschichtigen Druck - die Grauwerte entstehen hier lediglich durch 'Rasterung' der groben und zwangsentwickelten Gummischicht - echte Grauwerte.

Die Verfahrensweise nach W. Gröber zum mehrschichtigen Druck sollte als Einführung in die Materie ausreichen. Weiterführende Informationen gibt uns der Text von H. Försterling.

Wer noch mehr wissen will, und historische Texte nicht scheut, sollte sich die Seite mit dem Originaltext von H. Kühn zum Thema Gummidruck aus dem Jahr 1921 ansehen.

Für alle,  die vor nichts zurückschrecken, empfehle ich die Seite mit der Arbeitsanleitung von H. Försterling zum Naturfarbenen Gummidruck. Mit viel Geduld und noch mehr Arbeitsdisziplin sollte es gelingen, innerhalb von 1-2 Monaten zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Ich betone nochmals: Diese Variante ist nur für bedingungslose Gummi-Freaks zu empfehlen. Der Einsatz ist gigantisch!